BUND Kreisgruppe Dithmarschen

Insektenschutz

Das BUND Insektenhotel auf der Streuobstwiese in Meldorf  (BUND Dithmarschen)

Um Insekten zu schützen, gibt es viele Möglichkeiten:

- Erweitern Sie das Blütenangebot in in ihrem Garten - um wertvolle Blühpflanzen.
- Helfen Sie mit, die komplexen, naturnahen Lebensräume mit Nist- und Nahrungsfunktion zu erhalten.
- Verwenden Sie keine bienengefährlichen Pestizide.
- Legen Sie selbst Nistplätze an ("Insektenhotels").
- Mähen Sie den Rasen nicht zu kurz, lassen Sie Blühstreifen stehen.
- Stoppen Sie die Versiegelung von wertvollen Flächen.
- Setzen Sie sich für die Förderung von Landschaftselementen wie Knicks oder blühenden Äckersäumen ein.

Unter bund.net/themen/tiere-pflanzen/wildbienen/wildbienen-helfen hat der Bundesverband des BUND weitere zahlreiche nützliche Tipps und Tricks gesammelt.

 

Nistmöglichkeiten

Viele natürliche Nistmöglichkeiten sind in der heutigen Zeit Mangelware geworden. Um Wildbienen im Siedlungsraum zu fördern, lassen sich an geeigneten Stellen künstliche Nisthilfen aufstellen, in denen ihr Nachwuchs geschützt heranwachsen kann.

Der BUND Dithmarschen hat im Kreisgebiet an mehreren Stellen die Einrichtung von Nistmöglichkeiten unterstützt:

- Im Frühjahr 2020 hat die BUND-Kreisgruppe ein Insektenhotel* und eine Informationstafel am Kirchsteig in Meldorf aufgestellt.
- Auf der eigenen Streuobstwiese in Meldorf steht ebenfalls ein großes Insektenhotel*
- Außerdem hat die BUND Kreisgruppe Dithmarschen dem Steinzeitpark in Albersdorf drei Holzstelltafeln und ein Insektenhotel* als dauerhafte Leihgabe zur Verfügung gestellt.

* Oft werden künstliche Niststätten als "Insektenhotels" bezeichnet. Dieser Begriff ist etwas irreführend, da die Wildbienen nicht nur einige Tage dort übernachten, sondern sich ihre Nachkommen hier über mehrere Wochen oder Monate entwickeln. Solche künstlichen Nisthilfen für Wildbienen und solitäre Wespen sind ein Ersatz für in der Natur vorkommende Nistplätze und imitieren natürliche Niststrukturen wie leere Käferfraßgänge in alten oder abgestorbenen Bäumen. Sie lassen sich mit wenig Aufwand in unterschiedlichsten Varianten und Größen bauen, sind an vielen Orten einsetzbar und werden von März bis September in der Regel sehr schnell angenommen.

 

Die Pflege von Grünflächen - Auswirkungen des Mähens

Wer Insekten und Biodiversität fördern möchte, sollte auf den Einsatz von Schlegelmähern verzichten. Diese Mähgeräte haben keine Messer mit denen die Pflanzen abgeschnitten werden, sondern rotierende, mit Schlegeln besetzte Wellen, die die Pflanzen zerschlagen. Bei diesem Vorgang werden nahezu 100% aller Lebewesen getötet.

Schauen Sie sich unsere vorher - nachher Fotos an!

Machen Sie Ihr Umfeld auf diesen Unterschied aufmerksam

- Sprechen Sie in Ihrem Wohnort die Mitarbeiter*innen der Bauhöfe auf die Pflege der Blühstreifen an. Erklären Sie, was beim Mulchen passiert und schlagen Sie vor, die Blühstreifen über den Winter stehen zu lassen.

- Gehen Sie zum/zur Bürgermeister/in und fragen Sie, ob die Pflege der Wegeränder noch mit einem Mähwerk, oder bereits mit dem Schlegelmäher geleistet wird. Erklären Sie die Problematik.

- Sollte in Ihrer Gemeinde eine Photovoltaik-Freiflächenanlage in Planung sein, gehen Sie zur Gemeindevertretersitzung und fordern Sie, dass die Flächen beweidet und nicht gemulcht werden .

- Machen Sie darauf aufmerksam, dass die Mähhöhe immer auf ca.15 cm eingestellt sein sollte. Bitte nicht kürzer mähen, dann haben Insekten bessere Überlebenschancen.

 

Mehr Informationen sowie Informationsmaterial zur freien Verwendung finden Sie hier (externer Link öffnet sich beim Klicken)

BUND Schleswig-Holstein

Einsatz für Mensch & Natur

Informationen zu "Wildbienen schützen!" im Landesverband Schleswig-Holstein finden Sie hier.