BUND Kreisgruppe Dithmarschen
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Batteriefabrik Northvolt

So könnte die Batteriefabrik in Heide aussehen.  (Northvolt - mit freundlicher Genehmigung)

Aktuelle Pressemitteilungen:

24.04.2024: BUND klagt gegen Wasser-Genehmigungen für Northvolt

25.05.2024: Verband klagt wegen Northvolt-Bau gegen Wasser-Entscheidung

28.06.2024: Verband zieht Klage gegen Wasser-Entscheidung zurück

Der schwedische Hersteller Northvolt plant nahe Heide den Bau einer Batteriezellfabrik für E-Autos.
Der BUND und andere Umweltverbände wurden von Northvolt eingeladen, Planung und Bau der Fabrik kritisch zu begleiten und Vorschläge für eine ökologische Gestaltung des Gebiets zu machen, auf dem die Fabrik entstehen soll. Auf einer Videokonferenz hat Northvolt, das die Batterien für die Elektroautos von Audi und VW herstellt, erste Entwürfe zu der Anlage präsentiert. Für die Kreisgruppe Dithmarschen haben Martina Arndt und Gesa Schröder daran teilgenommen.

Nördlich der Bundesstraße B 203 und östlich der Autobahn A23 sollen einer Fläche von 157 Hektar gut ein Dutzend Fertigungshallen entstehen, die Arbeitsplätze für rund 3000 Mitarbeiter bieten sollen. Das schwedische Unternehmen legt großen Wert auf umweltverträgliche Fertigung und hat sich für Heide als Standort seiner vierten Fabrikationsstätte entschlossen, weil es an der Westküste einen großen Überschuss an Windstrom gibt. Northvolt will nach eigener Aussage ausschließlich mit Energie aus regenerativen Quellen produzieren. Wenn möglich, soll der Bedarf an Brauchwasser für die Fertigung mit Regenwasser aus großen Rückhaltebecken gedeckt werden. Frischwasser wäre dann lediglich als Trinkwasser nötigt. Ob diese Pläne so verwirklicht werden können, ist aber noch offen.

Northvolt erklärte gegenüber dem BUND, dass etwa die Hälfte der Dachfläche aller Gebäude für eine Begrünung zur Verfügung stehen sollen. Auf der anderen Hälfte sollen Solarkollektoren zusätzlichen Strom produzieren. Auch bei der Gestaltung der Außenanlagen des Fabrikgeländes sollen ökologische Überlegungen Vorrang erhalten. Der BUND soll bei dieser Gestaltung mitwirken. Um zusätzlichen Verkehr aufzufangen, ist ebenfalls ein Bahnanschluss im Gespräch. Alle Planungen sind aber noch unter Vorbehalt, da noch keine Bebauungspläne vorliegen.

Inzwischen hat der BUND SH mehrere Stellungnahmen zu den Planungen abgebeben. Insbesondere in der letzten Stellungnahme zum wasserrechtlichen Plangenehmigungsverfahren äußert sich der BUND kritisch zu den Plänen:

Erste Stellungnahme vom 08.07.2022 (Gemeinde Lohe-Rickelshof - 12. Änderung desFlächennutzungsplans und Vorhabenbezogener Bebauungsplan (VBP) Nr. 19
„Batteriefabrik“ für ein Gebiet zwischen den Gemeindegrenzen zu Norderwöhrden im
Westen und zur Stadt Heide im Osten und nördlich der B 203)

Stellungnahme der Agenda 21, Heide vom 05.11.2023

Zweite Stellungnahme 18.04.2023 (Zur Schienenanbindung der Batteriefabrik Northvolt bei Heide; Hier: Beteiligung im Rahmen des „Scoping“)

Dritte Stellungnahme vom 18.01.2024 (Zum wasserrechtlichen Plangenehmigungsverfahren im Zuge der Errichtung einer Batteriefabrik)

 

BUND Schleswig-Holstein

Einsatz für Mensch & Natur

Informationen zu "Elektromobilität" im Landesverband Schleswig-Holstein finden Sie hier.