BUND Kreisgruppe Dithmarschen

Chancen und Risiken eines XXL-Solarparks in Burg (Dithmarschen)

23. Mai 2024 | Aktionen, Klimawandel, Lebensräume, Naturschutz, Presse

Am 23. Mai findet um 19:30 Uhr in der Bökelnburghalle (Holzmarkt 1A, 25712 Burg) eine Infoveranstaltung zum Photovoltaik-Vorhaben in Burg statt.

Foto von Mark Stebnicki: https://www.pexels.com/de

Die Transformation von Industrie und Gesellschaft zur Klimaneutralität erfordert in hohem Maße erneuerbare Energien. Vorreiter beim Ausbau ist die schleswig-holsteinische Westküste. Die Ansiedlung des schwedischen Batterieherstellers Northvolt vor den Toren Heides ist unter anderem nur deshalb möglich geworden, weil in der Region große Mengen an grünem Strom zur Verfügung stehen.
Viele Kommunen denken in diesen Zeiten über Solarparks nach. Auch in der Gemeinde Burg (Dithmarschen) gibt es solche Pläne. Bereits im Jahr 2022 hatte die Gemeindevertretung die Bauleitplanung für einen XXL-Solarpark auf einer Fläche von 120 ha ins Rollen gebracht. Nun hat sich allerdings herausgestellt, dass das Gebiet ein schützenswertes Biotop-Verbundsystem ist. Eine Entwicklung ist daher planungsrechtlich grundsätzlich nicht möglich.
Doch damit will sich nicht jeder zufrieden geben. Das Projekt sieht immerhin vor, die Errichtung des Solarparks mit einer Wiedervernässung des Moores zu kombinieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Zurzeit wird das Areal sogar entwässert. Mit diesem Argument in der Tasche könnte es nun doch gelingen, das Projekt noch umzusetzen. Ob die Landesplanung hier mitspielt und der Gemeinde doch noch grünes Licht erteilt, bleibt abzuwarten.

Bei der Veranstaltung soll grundsätzlich darüber diskutiert werden, welche Folgen ein Solarpark für die Gemeinde Burg hätte. Ist das Projekt ein weiterer Meilenstein der Energiewende oder ist der Eingriff in die Natur zu groß?

Hier der erste Zeitungsartikel der DLZ dazu (für Abonnenten lesbar).

Hier der zweite Zeitungsartikel der DLZ dazu (für Abonnenten lesbar).

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