BUND-Feuchtwiese in Nordhastedt

Sumpfdotterblumen auf der BUND-Feuchtwiese

Feuchtwiesen sind feuchtnasse, gehölzfreie Wiesen, die eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen beherbergen. Sie zeichnen sich durch ihren besonders hohen Grundwassergehalt aus, welcher übers Jahr verteilt stark schwankt. Die Wiese steht jedoch mindestens einmal im Jahr völlig unterWasser. Oft befinden sie sich in Talsenken und Niederungen, wo sich Regenwasser staut, sowie in der Nähe einiger Flüsse und Bäche, an dehnen es zu regelmäßigen Überschwemmungen kommt.

Die Artenvielfalt auf Feuchtwiesen ist sehr breit gefächert. Abhängig vom Wasserhaushalt, dem Nährstoffgehalt und dem Säuregrad des Bodens weisen sie zahlreiche verschiedne Arten auf. Diese äußerst seltene Tier- und Pflanzenwelt ist zum Teil einmalig und unwiederbringlich. Viele auf Feuchtwiesen wachsende Pflanzen sind Feuchtigkeitsanzeiger wie zum Beispiel Seggen, Binsen, Pfeifengras, Sumpfdotterblume, Kuckucks-Lichtnelke oder Wiesenschaumkraut. Man findet aber auch Orchideen wie Knabenkraut und Schachbrettblume oder Giftpflanzen wie Blauer Eisenhut, Scharfer Hahnenfuß oder Herbst-Zeitlose. Auch die Tierwelt auf Feuchtwiesen ist sehr selten und umfangreich. So leben dort neben rund 3000 Insektenarten auch Kröten, Frösche und zahlreiche bedrohte Vogelarten wie zum Beispiel der Storch, die Uferschnepfe, das Braunkehlchen, der Kiebitz oder der Alpenstrandläufer. Auch Enten und Schwäne nutzen Feuchtwiesen häufig als Rastbiotop.

Diese besondere Art der Wiese beansprucht eine gewisse Pflege des Menschen. Sie muss entweder extensiv genutzt oder mindestens einmal jährlich gemäht werden, da sie sonst durch Wildkräuter oder Gestrüpp verkrautet und im Laufe der Zeit zu einem Auenwald wird. Durch die Mahd, die hinterher oft als Viehfutter verwendet werden kann, werden Licht liebende und niedrigwüchsige Pflanzen gefördert und hochwüchsige Konkurrenten verdrängt. Dadurch ist der artenreiche Pflanzenbestand gesichert.

Feuchtwiesen haben heutzutage sowohl eine hohe Bedeutung für den Menschen, als auch für die Natur selbst.



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