BUND fordert neue Agrarpolitik

Gemeinsam mit anderen Umwelt- und Tierschutzorganisationen, Bürgern und Landwirten hat der BUND am 21.03.12 vor dem Landeshaus in Kiel für eine neue Agrarpolitik demonstriert. Die Demonstranten betrachten die Landesre-gierung als konzeptlos gegen Massentierhaltungsanlagen und 200.000 Hektar Maisanbaufläche in Schleswig-Holstein. Nach Ansicht der Beteiligten blendet die Landesregierung die Stimmung in der Bevölkerung aus. Diese wolle eine lebenswerte Landschaft mit bäuerlich strukturierter Landwirtschaft und ohne Agrarindustrie. Bei mehr als 50 Prozent Maisanbaufläche an den Gemeindeflä-chen im Norden von Schleswig-Holstein sei der Naturschutz längst unter die Räder geraten. Aufgrund von weiteren Planungen von Agrargasanlagen ist in Kürze mit zusätzlichen 30.000 Hektar Mais zu rechnen.

Die größer werdenden Tierhaltungsanlagen produzierten für den Export. Exporte seien das Interesse der Verarbeitungsindustrie, nicht jedoch das der überwiegenden Anzahl der Bauern, der Bürger und des Naturschutzes. Die Umweltbelastungen durch noch mehr Gülle und klimaschädliche Gase blieben bei den Bürgern und Bürgerinnen vor Ort. Europäische Naturschutzvorgaben ließen sich mit einer Agrarpolitik, die auf den Weltmarkt ziele, nicht umsetzen.

Der Klimaschutz müsse nach Ansicht des BUND in der Landwirtschaft eine weitaus größere Rolle spielen. Mit einer ungebremsten Fleischproduktion sei dies nicht vereinbar. Der Verband forderte anlässlich einer Kundgebung vor dem Landeshaus in Kiel eine Abkehr von Massentierhaltung, Futtermittelimporten aus Drittländern, Pestizideinsatz und Intensivdüngung als Hauptquellen für klimaschädliche Emissionen.

Die Intensivlandwirtschaft komme der Bevölkerung wegen ihrer Nebenwirkun-gen auf Lebensqualität und Umweltfolgen teuer zu stehen und müsse auf ein vernünftiges Maß zurückgefahren werden, fordert der BUND vor der Landtags-wahl. Opfer dieser Politik seien auch die vielen Landwirte, die ihre Höfe beim „Wachsen und Weichen“ aufgeben müssen.

 

Nach Auffassung der Natur- und Umweltschützer müssten sämtliche Fördergelder für die Landwirtschaft konsequent an Umwelt- und Natuirschutzleistungen der Landwirte gebunden werden. Eine umweltschädliche Landbewirtschaftung dürfe nicht weiterhin mit Subventionen belohnt werden. Es sei auch ein Skandal, dass die Landesregierung den ökologischen Landbau nicht mehr fördert.

 

BUND-Dithmarschen fördert umweltbewusste und gesunde Ernährung

 

Eine Ernährungsweise mit umweltverträglichen und ernährungsphysiologisch vollwertigen Lebensmitteln fördert nicht nur die Gesundheit, sondern schont auch nachhaltig unsere natürlichen Lebensgrundlagen.

Ökologisch erzeugte Produkte

In der ökologischen Landwirtschaft wird auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel, sowie auf die Gentechnik verzichtet. Diese Wirtschaftsweise schont die Lebensräume, die Artenvielfalt bleibt erhalten und es gelangen weniger Schadstoffe in die Umwelt. Die natürlichen Lebensgrundlagen (Wasser, Boden, Luft) werden geschont und die Tierhaltung erfolgt artgerecht. Ökolandbau ist vorwiegend klimafreundlicher, weil kein synthetischer Dünger eingesetzt wird und die Viehbestände pro Fläche kleiner sind. Die Kohlendioxid-Emissionen pro Hektar sind etwa um die Hälfte niedriger als im konventionellen Landbau.

Regionale Produkte

Einkauf in der Region vermeidet den klimaschädlichen langen Transport von Lebensmitteln und stärkt die regionalen Wirtschaftsstrukturen.

Saisonale Produkte

Obst und Gemüse in der jeweiligen Saison bevorzugen, in der sie bei uns geerntet werden. Saisonkalender sind dabei hilfreich. Das erspart unnötige Transporte und den Anbau mit hohem Energieaufwand im Treibhaus.

Geringer Verarbeitungsgrad

Für die Produktion, Verarbeitung, Transport und Lagerung von Lebensmitteln werden viel Energie und Rohstoffe eingesetzt. Außerdem enthalten stark verarbeitete Lebensmittel nur noch wenige wertgebende Inhaltsstoffe und häufig auch Zusatzstoffe, die in Verdacht stehen, die Gesundheit zu schädigen. Deshalb möglichst frische unbehandelte Produkte verwenden.

Fairer Handel

Fair gehandelte Produkte sichern die Lebensgrundlage der kleinbäuerlichen Betriebe in der Dritten Welt und sorgen für eine gerechtere und lebenswertere Zukunft. Überschüsse werden für soziale Projekte, wie eine bessere medizinische Versorgung und schulische Ausbildung ausgegeben. Eine ökologisch verträgliche Produktionsweise wird gefördert.

 

Weniger Fleisch und tierische Produkte

Kein Ei mit der drei

Der hohe Konsum von Fleisch und tierischen Produkten hat neben gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt auch negative Folgen für unsere Gesundheit. Die Tierhaltung verursacht rund ein Fünftel der klimaschädlichen Treibhausgase.


 

Abfall vermeiden

Bei der Verpackung auf Mehrwegsysteme und Materialien achten, die sich leicht recyceln lassen. Das spart Rohstoffe. Keine aufwändig verpackten Produkte, wie z.B. Miniportionsverpackungen kaufen. Mit Hilfe einer Einkaufsliste bedarfsorientiert einkaufen verhindert, dass überschüssige Lebensmittel weggeworfen werden.




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