Auch in Dithmarschen braucht der Fischotter wieder ausreichende und sichere Biotopverhältnisse

Der Fischotter (Lutra lutra) ist ein an das Wasserleben angepasster Marder und zählt zu den besten Schwimmern unter den Landraubtieren. Den Fischotter findet man in fast ganz Europa. Er fehlt lediglich auf Island und auf den Inseln des Mittelmeeres. In Asien ist er nördlich bis zum Polarkreis und noch einige Kilometer darüber hinaus verbreitet. Er meidet hier allerdings die zentralasiatischen Steppen und Wüsten. Er kommt außerdem auf Japan und bis zu den Sunda-Inseln, sowie und im westlichen Nordafrika (Marokko und Algerien) vor, im Gebirge in Höhen bis 2500 Meter. Innerhalb des Verbreitungsgebietes ist er jedoch in vielen Regionen bedroht.

In Deutschland nehmen die Bestände in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen dank guter Schutzmaßnahmen seit etwa 1990 wieder zu. Durch menschliche Einflüsse war die Art auch in Schleswig-Holstein zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts fast ausgestorben. Seit etwa 2000 ist aber hier eine Wiederausbreitung der Art spürbar, was unter anderem durch Kotfunde an Gewässern und Fischotter-Totfunde an Straßen belegbar ist. Erfolgreiche Wiederansiedlungen wurden vorgenommen. Aufgrund der negativen Einflüsse, die der Otter bei der Wiederbesiedlung einer stark durch den Menschen umgestalteten Landschaft ausgesetzt ist, besteht ein Monitoring für Fischotter nicht nur aus einer Kontrolle der Verbreitung bzw. des Vorkommens auf Länderebene, sondern auch aus einer Prüfung über den Zustand der Population(en) hinsichtlich des Schutzes der Art. Dazu erlauben biologische Daten tot aufgefundener und sezierter Fischotter Einblicke in die populationsbiologischen Vorgänge innerhalb der Art in Schleswig-Holstein.

Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Naturschutz, den Naturschutzverbänden, Anglern und Jägern auch im Bereich Dithmarschen verschiedene Maßnahmen zur Wiederansiedlung und zum Schutz des Fischotters durchgeführt, so zum Beispiel im Ostroher/Süderholmer Moor, im Bereich des Fieler Moores und am ehemaligen Fuhlensee.

Der BUND-Dithmarschen engagiert sich weiterhin nachdrücklich, um gemeinsam mit den genannten Partnern auch die alten Wandergebiete aus der Treene-Sorge-Niederung, der Eider, die Auen, Moore und Seen für den Fischotter wieder attraktiv und sicher zu gestalten. Im Mai 2016 wurde der Fischotter wieder im vom BUND betreuten Naturschutzgebiet Fieler Moor nachgewiesen. Wir sind froh, diesen seltenen schönen vom Aussterben bedrohten Wassermarder wieder in unserem Gebiet zu haben.

Ansprechpartner: Dirk Koenig, Telefon: 04832-6006072; Mail gjbkoenig1@web.de
Ansprechpartner: Rolf Martens Mail martens@BUND-Dithmarschen.de



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