Biotopschutz ist Amphibien- und Reptilienschutz

Seefroschweibchen im Fieler Moor

Amphibienschutz

Amphibien sind aufgrund ihrer Lebensweise immer Bewohner verschiedenartiger Biotope (Gewässer und Lebensräume an Land) und damit auf Erhaltung eines funktionierenden Biotopverbunds angewiesen. Zudem sind viele Arten sehr standorttreu und benötigen grundsätzlich großflächige Lebensräume zum Aufbau einer stabilen Population. Für die meisten übrigen Tierarten gibt es dagegen keine speziellen Schutzmaßnahmen, sie werden pauschal über naturschonende Flächennutzungen und über die Ausweisung von einzelnen Biotopen und Naturschutzgebieten geschützt.

Weltweit sind heute zahlreiche Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Gründe hierfür sind der Straßenverkehr, der zum Tod zahlloser Amphibien bei ihren jährlichen Wanderungen zwischen Winterquartier, Laichgewässer und Sommerquartier führt, der Verlust der Lebensräume der Amphibien (Trockenlegung von Teichen, Zerstörung der Ufervegatation von Gewässern) sowie eine intensive Landwirtschaft, die durch die verwendeten Chemikalien Amphibien schädigt. Kanalisationseinläufe können, wie Erhebungen in Kläranlagen ergaben, als problematische Amphibienfallen wirken. In Deutschland stehen alle einheimischen Amphibienarten nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter Artenschutz.

Möglichkeiten des Amphibienschutzes

Dauerhaften Schutz bieten der Schutz vorhandener Lebensräume vor Überbauung (Verkehrswege, intensive Landwirtschaft) und Kanalisierung, die Errichtung neuer „Ersatzlaichgewässer“, die einen ungefährlichen Weg für die Tiere ermöglichen und der Bau fester Schutzeinrichtungen an Straßen, das sind Zäune, die die wandernden Amphibien zu festen Durchgängen unter der Straße leiten (so genannte „Krötentunnel“).

Als zeitlich begrenzte Schutzmaßnahmen werden zur Hauptwanderungszeit so genannte „Krötenzäune“ aufgebaut.

 

Schutz heimischer Reptilien

 

- Ringelnatter (Natrix natrix)

 

Da Amphibien ihre Nahrungsgrundlage bilden, sind Ringelnattern auf gewässerreiche Lebensräume und vielfältige Biotopkomplexe angewiesen. Durch Entwässerung von Feuchtgebieten, Regulierung von Fließgewässern, Verlust von Überschwemmungsbereichen sowie Umbruch von Grünland, Trockenlegung von Mooren, Verlust von Kleingewässern und Intensivierungen der Teichwirtschaft wurden und werden Lebensräume der Ringelnatter vernichtet. Die Isolation und Zerschneidung von (Rest-) Lebensräumen stellt ebenfalls eine wesentliche Gefährdung dar, zahlreiche Ringelnattern werden zu Opfern des Verkehrs (KfZ, Fahrräder). Saumbiotope, „Ödland“ und Waldlichtungen als Lebensraum und verbindendes Habitatelement werden durch Intensivierungen der Land- und Forstwirtschaft und Flurbereinigungen immer seltener. Durch Gewässerregulierungen und übertriebene Ordnung gehen Eiablageplätze verloren. Zudem werden noch immer Ringelnattern aus Schlangenhass oder -furcht erschlagen. In Deutschland ist die Ringelnatter besonders geschützt und darf daher nicht belästigt, gefangen oder gar getötet werden. Zu Schutzmaßnahmen für Ringelnattern zählen die regelmäßige Neuanlage von Eiablageplätzen und die Schaffung von Amphibiengewässern; wesentlich ist/wäre die Sicherung und Wiederherstellungen von (vernetzten) Lebensräumen.

Ansprechpartner für den BUND ist Dirk Koenig, Fon 04832-6006072, Mail koenig@BUND-Dithmarschen.de



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